Alle wollen nach Wiesbaden

Wiesbaden – Isabell Werth, Dorothee Schneider, Benjamin Werndl, Matthias Alexander Rath, Thomas Wagner – die Anfragen für die Startplätze in der Dressur beim PfingstTurnier Wiesbaden sind enorm. Das vielfältige und nicht ganz alltägliche Prüfungsangebot lockt große Dressurnamen in die Landeshauptstadt. Zwei Grand Prix-Touren mit Special und Kür, der Louisdor-Preis und internationale Prüfungen für fünf-, sechs- und siebenjährige Nachwuchskracher – das besondere Wiesbadener Angebot.

Mit DSP Quantaz hat Isabell Werth 2019 zum 13. Mal vor dem Biebricher Schloss den Grand Prix Special, den Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden gewonnen. Der zwölfjährige Quaterback-Sohn ist in diesem Jahr Werths Nummer eins mit Blick auf die Weltmeisterschaften in Herning. Über Wiesbaden zur WM! Eine Stute, die die siebenmalige Olympiasiegerin gezielt für die Olympischen Spiele in Paris 2024 aufbaut, ist Superb. Die Surprice-Tochter ist zehn und gerade dabei, in den großen Grand Prix-Sport zu wachsen, mit Siebenmeilenstiefeln. 2022 hat sie bisher vier Prüfungen absolviert und alle gewonnen, bis hin zum internationalen Drei-Sterne-Special in Hagen. Laut ihrem aktuellen Plan wird Isabell Werth genau diese Olympiahoffnung in Wiesbaden satteln. Von Wiesbaden zu den Olympischen Spielen? So der Plan.

Auf jeden Fall trifft Werth in Wiesbaden auf ihre mehrmalige Team- und Medaillenkollegin Dorothee Schneider. Die Reitmeisterin wird ebenfalls in Wiesbadens Großer Tour satteln, welches Pferd ist noch offen, und außerdem noch ein oder zwei Jungpferde für die internationalen Prüfungen mitbringen. Beide Damen sind Mitglieder im aktuellen Olympiakader, ebenso wie Benjamin Werndl.

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Wenn bis Pfingsten alles läuft wie geplant, wird ‚Benni‘ Werndl in Wiesbadens Herz-Dressurstück dabei sein, der Grand Prix Kür, der traditionellen Flutlichtkür am Sonntagabend. Und weil das Programm so schön passt, wird auch der Aubenhausener noch ein paar Nachwuchspferde mitbringen.

In den Grand Prix-Sport eingestiegen ist Werths bereits erwähnte Ausnahmestute Superb übrigens über den Louisdor-Preis, der Serie für Grand Prix-Nachwuchspferde, die in diesem Jahr Station in Wiesbaden macht. Die ersten beiden Final-Tickets wurden gerade in Hagen vergeben, an Fendi (Sönke Rothenberger) und Harrods (Frederic Wandres).

Einen ebenfalls hoch interessanten Youngster für diese Tour hat Fabienne Müller-Lütkemeier mit dem selbstgezogenen Delavega unter dem Sattel. Mit ihm peilt sie einen Start in Wiesbaden an, denn die Mannschafts-Weltmeisterin weiß, wie gut sich der Louisdor-Preis als Sprungbrett eignet: 2021 hat sie mit ihren beiden Vitalis-Nachkommen Valencia und Valesco die Plätze zwei und drei im Finale belegt, 2022 wurde sie mit beiden Pferden in den Olympiakader berufen.

Ob wir auch den neunjährigen Totilas-Sohn Thiago im Louisdor-Preis sehen werden oder ob er unter dem Sattel von Matthias Alexander Rath bereits in einer der beiden Großen Touren starten wird? „Das werde ich spontan entscheiden“, so Rath. „Das kommt darauf an, wie er sich bei seinem ersten Grand Prix-Start am kommenden Wochenende zeigt.“

Für die Youngster-Tour hat auch Sönke Rothenberger Interesse angemeldet. Mit dem fünfjährigen Flashdance-Sohn Foxi Brown hat er einen interessanten Kandidaten im Stall. Der einstige Champion der deutschen Berufsreiter und mehrfache Hessenmeister, Thomas Wagner, hat gleich zwei Pferde für die internationale Tour der Siebenjährigen angekündigt.

Es sind noch rund sechs Wochen bis das Biebricher Schlosspark-Viereck zur großen Bühne der Dressurstars wird. Aber schon heute freut sich Isabelle Kettner, die sich vom Wiesbadener Reit- und Fahr-Club (WRFC) für die Dressurprüfungen beim PfingstTurnier verantwortlich zeichnet: „Die Jahre, in denen die Deutschen Meisterschaften nur wenige Tage nach unserem Turnier beginnen, sind nicht immer ganz einfach, aber in diesem Jahr ist die Nachfrage der Dressurreiter unheimlich groß. Ich glaube, das liegt an unserem bunten, ausgewählten Programm und natürlich an der genialen Kulisse. Da ist für jeden etwas Passendes dabei und jeder Reiter genießt seinen Auftritt in diesem einzigartigen Dressurviereck.“

Weitere Informationen zu Tribünen- und Flanierkarten, Programm, Anfahrt und Parken finden Sie unter www.pfingstturnier.org

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