23. April 2024
Aktuelles

Ausklang bei den NORDIC JUMPING events

Negernbötel – Die NORDIC JUMPING events luden zum Season Closing der Serie – über die Jahre 2023 und 2024 – auf den Hof Rützenhagen im schleswig-holsteinischen Negernbötel ein. Der Ausklang der sechsten Auflage bot den Profis und jungen Talenten im und unter dem Sattel mit dem Großen Preis, den Springpferdeprüfungen und dem Prestige Youth Cup noch einmal die Chance, ihr Können unter Beweis zu stellen. Die Macher der Serie zogen zum Abschluss der Veranstaltung eine erste positive Bilanz.

Aus Schweden angereist um zu siegen
Der Saisonabschluss der NORDIC JUMPING events war zeitgleich eine Premiere für den 32-jährigen Schweden Viktor Melin: „Ich war zum ersten Mal bei den NORDIC JUMPING events und habe das Turnier gezielt als Warm-up für das Drei-Sterne-Event in Herning (DEN) ausgewählt. Meine Pferde hatten etwas Pause und aus Reiterkreisen wurde mir Negernbötel bis ins Ausland empfohlen. Es war Rolf-Göran Bengtsson, den ich in Göteborg traf und der die sehr guten Bedingungen des schleswig-holsteinischen Turniers lobte. Dank einer Gastlizenz für Deutschland sind wir mit mehreren Pferden angereist.“ Ein Plan, der aufging, wie die goldene Schleife am Kopf seiner topfitten 19-jährigen KWPN-Stute Atina im Großen Preis der sechsten Etappe der NORDIC JUMPING events 2023/24 bewies. Das siegreiche Paar blickt bereits auf neun gemeinsame Sportjahre, in denen sie sogar drei Mal die Schwedische Meisterschaft für sich entschieden. Trotz aller Erfolge war der Ehrenpreis, gegeben vom Prüfungssponsor STX Theurer Trucks, ein Novum für den Reiter: „Einen Turnier-Sattelschrank durften wir noch nie mit nach Hause nehmen, aber einige Sättel passend dazu“, erzählte Melin erfreut schmunzelnd.

Die Zwei-Sterne-Springprüfung mit Stechen hatte diesmal Ottmar Schmidt geplant. Bei jeder der insgesamt sechs Saison-Etappen 2023/24 achtete das Veranstalter-Team Arne Brodersen, Mareike Harm sowie Christian und Nina Hess darauf, durch unterschiedliche Parcourschefs den Reitern verschiedene Kursdesigns zu bieten. Gerade der Stechparcours war am vergangenen Wochenende besonders herausfordernd und nur vier der angetretenen zehn Paare blieben auch im zweiten Umlauf fehlerfrei. Hauchdünn hinter den Siegern Viktor Melin und Atina (36,25 Sekunden) folgte der Elmshorner Lucas Wenz mit Chandon de Blue in 36,57 Sekunden auf Rang zwei. Mit Lesley Wulff und Chris reihte sich ein Paar aus Bargfeld-Stegen als Drittplatzierte ein. Eine weitere Nullrunde gelang auch einem jungen norddeutschen Talent: Die 15-jährige Vieca Sofie Bade aus Braderup belegte mit ihrer Schimmelstute Chades of Grey Rang vier.

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Julia Marie Baacken gewann im Sattel von Can’t tell den Prestige Youth Cup. Der überglücklichen jungen Siegerin gratulierte für Prestige Bernd Carstens (re.) und als Turnierveranstalter Christian Hess (li.).

Stilvoll und schnell
Zum dritten Mal fand der Prestige Youth Cup seinen Rahmen beim feierlichen Saisonabschlusses der NORDIC JUMPING events – eine außergewöhnliches Parcourserlebnis für Children und Junioren. Der Samstagmittag begann für die U18-Reiter mit einer Stilspringprüfung der Klasse L als Qualifikation für die anschließende Entscheidung. Die besten 26 Reiter-Pferde-Paare wurden für die finale Runde mit einem Prestige-Set bestehend aus Schabracke, T-Shirt, Mütze und Fliegenhaube ausgestattet und bestritten die anschließende M*-Stilspringprüfung. Der internationale Springreiter und Turniermacher Christian Hess kommentierte die Ritte im anspruchsvollen Parcours und gab den Nachwuchsreitern lehrreiche Tipps. Die besten Acht des ersten Umlaufs traten in einem Stechparcours, um ganz besondere Preise und den Sieg an. Der Handelsvertreter und Initiator des Cups Bernd Carstens berichtete für Prestige: „Wir wollen an der Basis aktiver sein und nicht nur im Spitzensport. Das ist die Idee hinter dem Prestige Youth Cup.“

Als nördlichste Station hatte sich Carstens für Negernbötel als idealen Austragungsort entschieden und beobachtete das Geschehen vor Ort genau. „Viele Gesichter, die bereits im Vorjahr dabei war, habe ich wieder entdeckt. Es freut mich, dass teilweise die jüngeren Reiter nun mit den Pferden ihrer älteren Geschwister starten.“ Die diesjährige Siegerin Julia Marie Baacke (RuFV Gettorf/Eckernförde/Dänischer Wohld) war nach ihrer Stilnote von 8,6 und der schnellsten Nullrunde im Finalparcours überwältigt: „Es war abnormal hier zu springen.“ Die 18-jährige Reiterin aus Dätgen berichtete weiter: „Vor zwei Jahren bin ich den Prestige Youth Cup schon einmal mitgeritten. Meine Stute Can’t tell ist erst seit November bei mir und das war unser drittes gemeinsames M-Springen. Wir wollen jetzt weiter Erfahrung auf diesem Niveau sammeln und dann schauen, wo die Reise hinführt. Für uns junge Reiter bietet der Prestige Youth Cup eine gute Gelegenheit, in den Sport hineinzuwachsen.“ Zweitplatzierte wurde Ella June Sievers mit Kentucky de la Pomme vor Hannah Göbes mit ihrer Holsteiner Stute Farah. Die besten Drei erwartet im Sommer ein Lehrgang bei der Fünf-Sterne-Siegerin und Nationenpreis-Reiterin Sophie Hinners in Dagobertshausen. Die Siegerin durfte sich zudem über einen Sattel der hochklassigen italienischen Marke Prestige freuen. Anschließend wurde gemeinsam bei der NORDIC JUMPING events Closing Party der Serienabschluss gebührend gefeiert und rund 350 Gleichgesinnte ließen die Reithalle des Hof Rützenhagen erneut strahlen.

Das sportversierte Team besteht aus (v.l.n.r.): Christian Hess, Nina Hess, Mareike Harm und Arne Brodersen. (Foto: RathmannVerlag/Tina Siebenhaar)

Erste positive Bilanz
„Mit der Umstellung auf die Drei-Tage-Turniere, von Donnerstag bis Samstag, haben wir ins Schwarze getroffen. Ein Turnier pro Monat scheint für den norddeutschen Springsport in der Nebensaison eine Bereicherung zu sein. Die Ausschreibung mit dem Jungpferdetag, den höheren Prüfungen – als Highlight die S**-Prüfung mit Stechen – und dem Samstagnachmittag für die Jugend und Amateure, scheint genau der richtige Weg zu sein, um die jüngeren Pferde und Reiter an den großen Sport heranzuführen, als auch die erfahreneren Athleten in diesen Monaten richtig einsetzen zu können. Die NORDIC JUMPING events stehen für eine kontinuierliche Entwicklung und für die Anpassung an die Bedürfnisse der Reiter“, gab Christian Hess ein erstes Fazit aus Veranstaltersicht. Seine Frau Nina sowie Arne Brodersen ergänzen mit Blick in die Zukunft: „Wir haben einen hohen Anspruch an die Umsetzung unserer Serie, insbesondere gegenüber den Sponsoren – ohne diese wäre es nicht möglich. Nun holen wir Feedback aus allen Richtungen ein und überlegen gemeinsam, in welcher Art die Saison 2024/25 sich präsentieren wird.“ „Wir sind uns einig, dass es weitergehen soll“, positioniert sich Mareike Harm und bekommt die Zustimmung ihrer Organisationskollegen. Das Veranstaltungs-Vierer-Team weiß, was es aneinander hat und nach der Saison ist bekanntlich vor der nächsten.

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