Benjamin Wulschner siegt im Großen Preis von Riesenbeck

John Whitaker demonstriert dem Nachwuchs weshalb er eine Legende ist

Riesenbeck – Der Große Preis von Riesenbeck ging am Samstagabend an den forsch reitenden Benjamin Wulschner, der seinen Kollegen im Stechen auf dem zwölf Jahre alten Wallach Prieuré (0/33.76) keine Chance ließ.

Platz zwei sicherte sich unter großem Beifall ein Reiter, dessen vier Konkurrenten locker seine Söhne oder gar Enkel sein könnten. Auf jeden Fall sind sie alle große Fans von John Whitaker und dessen Reitkunst. Die Reitsportlegende aus Großbritannien benötigte mit dem 14 Jahre alten Wallach Unick Du Francport, einem Pferd seiner Frau Clare, 35.55 Sekunden für den Stechparcours: Cool wie immer, mit Zug in Richtung Sprung, eng gerittenen Kurven und großem Überblick im Parcours, dann dem Blick auf die Uhr und einem kurzen Gruß mit der linken Hand ins Publikum beim Verlassen der Bahn. Völlig unaufgeregt und sympathisch, so präsentierte sich der inzwischen 66 Jahre alte Springreiter zum ersten Mal bei Riesenbeck International.

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Weil es ihm so gut gefiel, und ihn eine jahrzehntelange Freundschaft mit dem Hausherrn Ludger Beerbaum verbindet, sattelt John Whitaker auch am kommenden Wochenende seine Pferde beim nächsten CSI**. Gerrit Nieberg wurde mit seinem Ben Dritter (0/36.34). Mit jeweils einem Abwurf kamen Sönke Fallenberg und Mario Stevens auf die Plätze vier und fünf.

Parcourschef Peter Schumacher hatte den 50 Starterpaaren eine ganz harte Nuss zum Knacken gegeben. Wie immer baute er einen schweren, aber fair zu reitenden Umlauf, mit einer zweifachen Kombination, einer Dreifachen, häufigen Handwechseln, einem Steilsprung mit Planke direkt am Ein- und Ausritt, und einem überbauten Wasser-Steilsprung als Schluss-Hindernis.

Es dauerte bis zum 16. Reiter, ehe die Hymne für den ersten Nullfehlerritt durch die gutbesuchte Halle schallte und das Publikum applaudieren konnte. Geritt Nieberg, Stammgast bei Riesenbeck International mit Wohnsitz in Münster, pilotierte seinen 11 Jahre alten Westfalen-Wallach Ben schön und erfolgreich durch den Parcours. Es folgten weitere vier Paare. Philip Rüping und der Holländer Teddy Van De Rijt verpassten mit jeweils einem Zeitfehler den Einzug ins Stechen.

Nicht zu viele Nuller, guter Sport, spannend bis zum Schluss – das gefiel dem Parcourschef und seinen Mitarbeitern, den Veranstaltern und auch den Zuschauern.

Finaltag in Riesenbeck, bei den CSI** Turnieren in diesem Jahr ist das der Samstag. Die Schlussprüfungen der Kleinen, Mittleren und der Großen Tour finden ebenso wie der Fundis- Youngster-Cup noch vor dem verdienten turnierfreien Sonntag statt, den die Teilnehmer und deren Mitarbeiter damit zuhause verbringen dürfen.

Die siebenjährigen Pferde zeigten im Finale des Fundis Youngster-Cups den Ausbildungsvorsprung vor den sechs Jahre alten Kollegen, und belegten die vorderen Plätze. Gewinnen konnte in diesem Zwei-Phasen-Springen die Stute Diacontina ( Diacontinus x A Conto As) mit ihrem Reiter Sönke Fallenberg (0/23.67) vor dem Hengst Kentucky (Crespo VDL x Kashmir van Schuttershof), unter Jaroslaw Skrzyczynski (0/23.98), und dem von Hannes Ahlmann gerittenen Hengst Zalando Royal (Zinedine x Cornet Obolensky), der für den Nullfehlerritt 24.43 Sekunden benötigte.

In der Kleinen Tour gewann Benjamin Wulschner, der mit vier Siegen und sehr guten Platzierungen einen richtig guten Lauf beim Turnier hatte, mit dem 12 Jahre alten Wallach Quidditsch (0/28.22) im finalen Zwei-Phasen-Springen. Sarah Nagel-Tornau ritt ihre Chili H auf den zweiten Platz (0/28.96). Rang drei belegte der Sieger der zweiten Qualifikation für die Große Tour, Philip Rüping auf Medarco PS (0/30.20).

Alexa Stais, seit kurzem als Bereiterin im Stall von Meredith Michaels-Beerbaum und Markus Beerbaum angestellt, zeigte im Finale der Mittleren Tour, wie schnell sie in der Lage ist, sich auf neue Pferde einzustellen. Sie gewann mit Lucato Mad Jo (0/24.27) vor Benjamin Wulschner, der mit Bangkok Girl PP seinem vierten Sieg ganz nahe war (0/24.29). Der Niederländer Albert Zoer wurde Dritter auf Jackpot (0/25.03).

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