VIDEO: Contagious und McLain Ward holen Preis von Nordrhein-Westfalen

Am Mittwoch freute sich McLain Ward noch, dass es ihm nach 27 Jahren endlich gelungen war, den Turkish Airlines-Preis von Europa zu gewinnen. Heute legte er vor 27.000 Zuschauern im RWE Preis von Nordrhein-Westfalen direkt noch einmal nach, und wieder hieß der Partner des Erfolges Contagious.

Es war sehenswert, wie sich der US-Amerikaner McLain Ward und sein 13-jähriger Zweibrücker Wallach Contagious v. Contagio als letztes Paar quasi waagerecht in die Kurven des Stechens um den RWE Preis von Nordrhein-Westfalen legten. Trotzdem fanden sie aus jeder noch so engen Wendung den perfekten Absprungpunkt, und nach sagenhaften 41,70 Sekunden durchbrachen sie die Lichtschranke, klarer Sieg. Wards Erfolgsrezept? „Ich weiß genau, wie viele Galoppsprünge ich machen muss und kenne mein Pferd in- und auswendig.“

Bis dato hatten Steve Guerdat (SUI) und sein elfjähriger schwedischer Mannschaftseuropameister Albführen’s Maddox mit 42,38 Sekunden in Führung gelegen nach einer Runde, die den Eindruck machte, dass sowohl Pferd und Reiter alles gegeben hatten. Guerdat berichtete später, dies sei das erste schwere Springen nach einer zweimonatigen Pause für den Wallach gewesen und Maddox sei etwas aufgeregt gewesen. „Ich musste ein bisschen kämpfen, aber er hat mit mir gekämpft. Für mich war das heute eine echte Freude!“ Ja, vielleicht hätte er einen Galoppsprung weniger auf Sprung drei machen können. „Aber das hätte auch nichts geändert. Wir hatten heute das Pech, gegen McLain Ward antreten zu müssen, er ist derjenige, den es in solchen Prüfungen zu schlagen gilt. Ich war zufrieden mit meinem Ritt und meinem Pferd.“

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Dritter wurde Jur Vrieling für die Niederlande im Sattel des elfjährigen Plot Blue-Sohnes Fiumicino van de Kalevallai in fehlerfreien 42,79 Sekunden. Die beiden sind schon lange ein Team, aber Vrieling sagte, eine Top drei Platzierung in einem Springen dieses Kalibers gehöre zu ihren bislang größten Erfolgen. In Hinblick auf die Tatsache, dass von 54 Startern ganze 16 das Stechen erreicht hatten, sagte der Mannschaftsweltmeister von 2014: „Die Hindernisse waren hoch und weit, es gab ein Wasser und es gab die beiden Liverpools. In dem Parcours war alles drin, was man an Schwierigkeiten haben kann. Ich hätte nicht erwartet, dass es so viele Null-Fehler-Ritte gibt. Aber das zeigt die Qualität von Pferden und Reitern hier.“ Seine beiden Kollegen stimmten ihm zu. Ward ergänzte: „Die Anzahl der fehlerfreien Runden zeigt, wie konzentriert Pferde und Reiter hier sind. Vor allem aber spiegelt es die Qualität des Bodens wieder. Die Griffigkeit der Oberfläche ist exzellent.“

Trotz der beiden Siege im Turkish Airlines-Preis von Europa und im RWE Preis von Nordrhein-Westfalen will Ward am Sonntag im Großen Preis nicht Contagious satteln, sondern seine langjährige Erfolgspartnerin HH Azur. „Sie ist wie eine alte Freundin für mich. Wir wissen, was wir tun. Wir werden einfach versuchen, uns zu fokussieren und an dem Tag unser Bestes zu geben.“

Nicht nur den Sportlern hat’s gefallen an diesem sonnigen Freitagnachmittag. Auch der frisch wiedergewählte Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) war angetan von Ambiente und Atmosphäre: „Einmal im Jahr trifft sich die Welt des Pferdesports in Aachen – der CHIO ist Aushängeschild des Sportlands NRW mit internationaler Strahlkraft und Sportereignis auf Weltklasse-Niveau“, so der Ministerpräsident.

 

Bundestrainer Otto Becker zum Abschneiden der deutschen Reiter im NRW-Preis.

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