18. Juni 2024
Aktuelles

Die lettische Hymne zum Ostsee-Sieg

„Ich freue mich, unsere Hymne zu hören“, strahlte er. Die lettische Hymne für den Sieg. Kristaps Neretnieks hat die erste Qualifikation der Großen Tour bei der DKB Pferdewoche Hohen Wieschendorf gewonnen.

Als 35. Starter war er in dem 1,45 Meter-Springen angetreten, weitere 20 Teilnehmer musste er noch bangen, aber keiner war schneller. In 61,96 Sekunden sicherte sich der 34-Jährige den Sieg am Rande der Ostsee. Seine Sportpartnerin: die zehnjährige Quinton-Tochter Quintes. „Sie ist eine ganz besondere Lady“, grinste Neretnieks. „Auf dem Abreiteplatz dreht sie gerne ein bisschen auf, deswegen versuche ich immer, es ihr so einfach wie möglich zu machen.“ In Hohen Wieschendorf hatte er dafür die besten Voraussetzungen. Neben dem großen Abreiteplatz stehen auf der Reitanlage Glantz zwei Hallen zur Verfügung, in einer der Hallen longierte er seine ‚Lady‘ in aller Ruhe ab, absolvierte nur wenige Probesprünge auf dem Abreiteplatz, ritt in den Parcours und gewann. „Das ist für sie die stressfreiste Vorbereitung und das hat heute super geklappt. Sie ist unglaublich schnell und sehr vorsichtig.”
Ganze 16 Zehntelsekunden war der lettische WM- und Olympia-Teilnehmer am Ende schneller als der zweitplatzierte Robin Naeve. Der 26-jährigen Sohn von Nationenpreis-Reiter Jörg Naeve folgte dem Sieger auf Casalia R in 63,59 Sekunden. Michael Kölz und Cellato ordneten sich auf Platz drei ein.

Pferde seien sein Leben, betonte der Sieger. Mit neun Jahren hat er angefangen zu reiten und kommt nicht aus einer Pferdesport-Familie. „Vor 25 Jahren hat alles angefangen und jetzt bin ich hier und könnte glücklicher nicht sein.“

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Quintes ist die Nummer zwei im Stall von Kristaps Neretnieks, die Nummer eins ist der zehnjährige Palladium. Lettland hat einen Einzelstartplatz für die Olympischen Spiele, der Hohen Wieschendorf-Sieger ist der einzige Anwärter. „Ich bereite mich mit Palladium auf Paris vor. Gestern habe ich hier mit ihm ein Warm Up-Springen geritten und er wird am Sonntag im Großen Preis antreten. Er ist ein super Pferd, aber noch recht jung. Er braucht noch ein bisschen Erfahrung.“

Des Parcourschefs Ausblick
Die Zahl der Nullfehlerritte in Hohen Wieschendorf ist hoch in den ersten Tagen der DKB Pferdewoche. „Das liegt natürlich an den super Bedingungen und wir haben extrem viele sehr gute Reiter hier bei uns am Start“, erklärt Parcourschef Marco Hesse. „Die Pferde fühlen sich super wohl, sie springen spitze und jetzt werden die Anforderungen Schritt für Schritt gesteigert. Es wird technischer werden. Wir werden mehr Distanzaufgaben bekommen, auch mit drei oder mehr Sprüngen in Folge. Wir werden auch noch die ein oder andere Überraschung am Hindernismaterial haben, darunter wird das ein oder andere Hindernis sein, das die Pferde nicht jede Woche sehen. Da kann dann auch schon mal der ein oder andere Fehler passieren und natürlich steigern wir uns auch noch in den Abmessungen. Im Championat werden die Hindernisse bis 1,55 Meter hoch sein, im Großen Preis bis 1,60 Meter.“

Hesses Tipp für den Großen Preis
„Wenn ich mir Christian Kukuk in seiner beständigen Form anschaue – er zählt für mich mit Sicherheit zu den Favoriten.“

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