20. April 2026
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„Erhaltungszucht Schleswiger Kaltblut“ bekommt prominente Unterstützung

Lesedauer 2 Minuten

Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther hat die Schirmherrschaft über die Erhaltungszucht des seltenen Schleswiger Kaltblutpferd übernommen. Mit diesem Engagement setzt das Land ein deutliches Zeichen für den Schutz einer der ältesten heimischen Pferderassen Norddeutschlands, deren Bestand seit Jahrzehnten stark rückläufig ist.

Das Schleswiger Kaltblut, auch als „Schleswiger“ bekannt, war über viele Generationen hinweg ein unverzichtbarer Partner der Landwirtschaft in Norddeutschland. Vor allem in der Region Schleswig-Holstein wurde die kräftige und zugleich gutmütige Pferderasse für schwere Feldarbeit, Transportaufgaben und in der Forstwirtschaft eingesetzt. Mit der zunehmenden Mechanisierung der Landwirtschaft nach dem Zweiten Weltkrieg verlor das Arbeitspferd jedoch rasch an Bedeutung – und damit auch an Population.

Heute gilt die Rasse als stark gefährdet. Zuchtverbände, landwirtschaftliche Betriebe und engagierte Halter arbeiten deshalb seit Jahren daran, den Bestand zu sichern. Die Übernahme der Schirmherrschaft durch Ministerpräsident Günther soll diesen Bemühungen zusätzliche Aufmerksamkeit und politische Unterstützung verschaffen.

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„Das Schleswiger Kaltblut ist ein lebendiges Stück norddeutscher Kulturgeschichte“, betonte Günther bei der Bekanntgabe seines Engagements. Der Schutz alter Nutztierrassen sei nicht nur aus Gründen der Biodiversität wichtig, sondern auch für den Erhalt regionaler Traditionen und landwirtschaftlicher Vielfalt.

Die Erhaltungszucht konzentriert sich darauf, die genetische Vielfalt innerhalb der kleinen Population zu bewahren. Zuchtprogramme, sorgfältige Dokumentation der Abstammung sowie Kooperationen zwischen Züchtern spielen dabei eine zentrale Rolle. Organisationen wie die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen weisen regelmäßig darauf hin, dass viele traditionelle Nutztierrassen ohne gezielte Förderung langfristig verschwinden könnten.

Neben der Zucht gewinnt auch die öffentliche Präsentation der Tiere an Bedeutung. Bei landwirtschaftlichen Messen, Pferdeschauen und regionalen Veranstaltungen werden Schleswiger Kaltblüter zunehmend vorgestellt, um das Interesse der Bevölkerung zu wecken und neue Züchter zu gewinnen.

Mit der neuen Schirmherrschaft verbindet sich daher die Hoffnung, das Bewusstsein für die Bedeutung dieser traditionsreichen Pferderasse zu stärken und langfristig für ihren Fortbestand zu sorgen. Für Schleswig-Holstein ist das Schleswiger Kaltblut nicht nur ein landwirtschaftliches Arbeitstier vergangener Zeiten, sondern ein wichtiges Symbol regionaler Identität.

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