Ingrid Klimke gewinnt Grand Prix

Dortmund – “Ich find es nun so schlecht nicht”, stellte Ingrid Klimke klipp und klar fest. “Klar freut man sich immer, wenn man gewinnt”, so die Reitmeisterin aus Münster, “die Zuschauer sind zwangsläufig nicht da, aber die wenigen Leute, die in der Halle waren, haben sich trotzdem gefreut über den Sport.” Klimke gewann mit ihrem Hengst Franziskus mit 75,21 Prozent den Grand Prix de Dressage im Preis der Liselott und Klaus Rheinberger Stiftung in der Dortmunder Westfalenhalle.

Die ist der einzig verbliebene Schauplatz für internationalen Pferdesport in Europa und das auch nur unter strengen Auflagen. Insgesamt 22 Paare traten im Grand Prix beim SIGNAL IDUNA CUP an, hinter Klimke platzierte sich der in Menden beheimatete Franzose Henri Ruoste mit dem spektakulär auftretenden belgischen Wallach Kontestro Db vor Mannschafts-Europameisterin Dorothee Schneider (Framersheim) mit dem 12 Jahre alten Hannoveraner Faustus. Damit sind zwei Pferde des aktuellen Olympiakaders in Dortmund unter den besten drei des Grand Prix. Isabell Werth (Rheinberg), die eigentlich zwischen s`Hertogenbosch (Weltcup) und Dortmund gependelt wäre, hatte den zwölf Jahre alten Den Haag in der Westfalenhalle dabei und wurde Elfte.

Siegerehrung auch ohne Zuschauer für den Sieger Philipp Schulze Topphoff und die Platzierten in der Youngster-Tour – gute Übung für junge Springpferde. (Foto: Escon-Marketing)

Im Parcours bestimmten am Nachmittag U21-Europameister Philipp Schulze Topphoff (Havixbeck), Harm Lahde (Blender) und der Deutsche Meister Felix Haßmann (Lienen). Die drei Profis belegten die Plätze eins bis drei in der Youngster-Tour, Preis der Sinnack Backspezialitäten. Die allererste internationale Springprüfung (mittlere Tour) am Morgen hatte die Britin Georgia Tame mit der irischen Stute Caretina gewonnen.

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Veranstalter erhält “Rückendeckung”

Dr. Kaspar Funke (Escon Marketing GmbH), seit Tagen mit den stetig aktualisierten Auflagen für Veranstaltungen in Nordrhein-Westfalen konfrontiert, erläuterte die Herausforderungen, die mit dem SIGNAL IDUNA CUP in Zeiten der Corona-Pandemie verbunden waren und sind. Und berichtete von außergewöhnlichen Momenten. So haben die Springreiter intern beschlossen, auf einen Teil des Preisgeldes zu verzichten. “Das ist eine Geste, die mich sehr berührt”, so der Veranstalter unumwunden. Am Nachmittag verkündete zudem ein langjähriger Partner, er werde “mal für Blumenschmuck sorgen”. Ausstatter Thomas Dietz konnte sich mit der reduzierten Dekoration im Parcours nicht anfreunden.

Die Frage, ob das internationale CDI/ CSI in Dortmund stattfinden kann oder nicht, beschäftigte sowohl den Veranstalter als auch die Westfalenhallen über Stunden und Tage. “Eine Absage hätte uns rund 600.000 Euro gekostet”, so der Turnierleiter, “es ist nicht zu erwarten, dass Halle, Dienstleistungen im Aufbau etc. ohne Kosten verbunden sind. Mit der Möglichkeit unter Auflagen das Turnier durchzuführen, ist der Verlust zumindest zu verringern. Gleichzeitig konnten wir die Auflagen der Behörden guten Gewissens umsetzen”.

Während in Dortmund Leistungssport stattfinden kann, kommen im Minutentakt Absagen auch für große Events wie das Weltcupfinale Springen und Dressur oder in der unmittelbaren Nachbarschaft auch für die Fussball-Bundesliga-Partie Borussia Dortmund – FC Schalke 04. Für Spring- und Dressurreiter eine schwierige Situation. Aktivensprecher Mario Stevens (Molbergen) drückte es so aus: “Wir haben Glück, dass Kaspar Funke die Auflagen umsetzen kann und wir überhaupt hier reiten können”. In den kommenden Wochen werde es keinerlei Turnierstarts geben.

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