Körung 2021: Sonnenschein und Kälte in Elmshorn

Von Elisabeth Jensen

Elmshorn – Alle wissen es – Corona zwingt zu Flexibilität und Planänderungen. So wurde auch der Plan für die Körung geändert. Bereits im August wurde der Schautag abgesagt – zu unsicher erschien schon zu dem Zeitpunkt die Möglichkeit, vor einer großen Zahl an Zuschauern so etwas veranstalten zu können. Dann die Absage der VR Classics – die Einbringung der Böden in die Hallen in Neumünster ist für nur einen Veranstalter viel zu teuer. Es folgte die Umlegung der Körung in die Fritz-Thiedemann-Halle nach Elmshorn. Dankenswerterweise stellte der Holsteiner Verband seine Anlage zur Verfügung, auch die Zahl der Boxen reichte für die in diesem Jahr nicht ganz so zahlreich angemeldeten Hengste, so dass eine geordnete Körveranstaltung durchgeführt werden konnte. Und auch, wenn es draußen so kalt war wie schon lange nicht mehr – die Sonne strahlte tagsüber für interessante Vatertiere.

Der erste Tag gehörte den Rassen, die auch im Freispringen beurteilt werden. Mit dem Fjordhengst Fjell (v. Felltor) präsentierte Rieke Umlandt gleich den ersten Sieger, es folgte der bewegungsstarke Haflinger Sando-Saphir (v. Seewind Z.+B.: Susanne Fuhl). Der aus den Niederlanden stammende Welsh B-Vertreter Gelpenberg´s Walter aus dem Stall von Norbert Büscherhoff strahlte mit seinem herausragenden Rassetyp, und der beste Vertreter der Sektion D der Rasse Welsh Brenig Gerallt, Besitzer ist Gerd-Wilhelm Puck, beeindruckte durch seine gute Bewegungsqualität. Alle hätten den Applaus der Zuschauer, die das Ganze nur online verfolgen konnten, ganz sicher verdient.


Bei den New Forest, einer mittlerweile sogar in Großbritannien vom Aussterben bedrohte Rasse, konnten alle vier Vertreter die Heimreise mit einem positiven Körurteil antreten. Allein der engagierte Züchter aus Holland, Johannes Kamphuis, war mit drei Hengsten angereist, unter ihnen auch der Siegerhengst Freedom, einem typstarken weit entwickelten Vertreter seiner Rasse.

Größte Gruppe war wie auch in den Vorjahren die der Deutschen Reitponys. Überzeugend als Sieger präsentierte sich hier ein typschöner palominofarbener Sohn des FS Daddy Cool mit dem Namen Steendieks Daddys Sunshine. Peter Böge ist Züchter und Besitzer dieses leichtfüßigen und modern aufgemachten Hengstes, dessen Vater mit Steendieks Daddys Sunny Boy auch den zweiten Reservesieger stellte, ebenfalls aus dem Stall Böge in Schönhorst stammend. Insgesamt konnte Peter Böge alle sieben der vorgestellten Hengste mit dem Urteil „gekört“ in den heimatlichen Stall zurückbringen, vier von Ihnen waren auf dem Endring vertreten.

Ebenfalls mit viel Ponytyp, einem kompakten Körperbau sowie mit taktsicheren Grundgangarten und vermögendem Springen ausgestattet erhielt der von Angelika Jahr gezüchtete Davicii (v. Dimension AT) die Schärpe des Reservesiegers. Auch der Springsieger stammt aus dem Stall von Angelika Jahr, er heißt Ghost und ist ein Sohn des Internationalen Springponys Goliath van de Groenweg aus der Monique, die bereits Del Piero I und II sowie Melvin und Melina gebracht hat, alle hocherfolgreich im Pony-Springsport.

Tag Zwei gehörte den Rassen ohne Freispringen. Mit Marielunds Exclusive Goldmine stellte Julia Thomsen einen schicken Vertreter der American Miniature Horses vor, der die Siegerschärpe wohlverdient hatte. Bei den Shetlandponys unter 87 cm hatte der aus den Niederlanden stammende Mandoera v.d. Leijsenhoeve die Nase vorn (Besitzer: BG Roll / Gotthard). Aus dem Gestüt Bumann stammt der sehr bewegliche Rappe Holsteins Haakon (von Holsteins Häuptling) , der sich bei den Shetlandponys ab 87 cm an die Spitze der Kollektion setzte.

Beeindruckend erschien der Sieger bei den Schleswiger Kaltblutpferden. Er heißt Minister, stammt ab von Voldevraaer und stammt aus dem Stall von Bernd Hansen auch Silberstedt, er vereint einen guten Rahmen mit einem guten Rassetyp und enormen Bewegungsmöglichkeiten, insbesondere im Trab.

Die Islandhengste bildeten den Abschluss der Körveranstaltung. Neun Junghengste wurden von Suzan Beuk und Christian Rauer in einer Jungpferdebeurteilung auf Herz und Nieren geprüft. Blakkur vom Isberg aus dem Züchterstall von Mike Hecker erzielte hier die glatte Note 8,0 und war damit der beste Vertreter dieser sympatischen Gangpferderasse.

Mit einem großen Dank an das Team in Elmshorn und die fleißigen Helfer hinter den Kulissen sowie an die Sponsoren, die trotz allem die Körung großzügig unterstützten, ging auch für dieses Jahr die Körung zu Ende, aber wohl für fast alle Beteiligten mit der Hoffnung, im kommenden Jahr wieder Gast in Neumünster sein zu dürfen.

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