Nordamerika gewinnt FEI Youth Equestrian Games 2022

Spannendes Stechen gegen Europa und Afrika

Spannende Mannschaftsentscheidung bei den FEI Youth Equestrian Games 2022, bei denen die Medaillen am Ende im Stechen verteilt wurden. Am Ende siegte das Quintett aus Nordamerika vor Europa und Afrika.

Eigentlich sind die Jahre zwischen zwei Olympischen Sommerspielen für die Youth Olympic Games (YOG) reserviert. Doch aufgrund der Corona-Pandemie wurden die für dieses Jahr vorgesehenen Spiele auf 2026 verschoben. Das hätte auch die Reitwettbewerbe betroffen. Hätte, Konjunktiv. Denn um nicht einer ganzen Reitergeneration diese Chance auf eine Teilnahme zu nehmen (die obere Altersgrenze ist 18 Jahre) hat der Weltverband FEI angeboten, ein Ersatzturnier zu veranstalten. So wurden aus den YOG die YEG, die Youth Equestrian Games, und der CHIO Aachen ist der Gastgeber. 30 Jugendliche von sechs verschiedenen Kontinenten traten auf ihnen zugelosten und zuvor sorgfältig ausgewählten Pferden in der Aachener Soers an. Und sie lieferten.

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Nach dem ersten Umlauf lagen gleich vier Mannschaften jeweils strafpunktfrei auf Goldkurs. Am zweiten Tag im zweiten Umlauf zeigte das Aachener Wetter, was es kann. Nach angenehmen Sonnenstunden über Tag öffnete der Himmel plötzlich seine Schleusen. Das hielt die Youth Equestrian Games-Reiter allerdings in keiner Weise auf. Nach Runde zwei waren es immer noch drei Teams mit weißer Weste. Also musste ein Stechen entscheiden.

Nordamerika schickte die hoch erfahrene Mimi Gochman (17) aus den USA, die auch schon in Vier Sterne-Grand Prix unterwegs ist. Sie war es mit ihrem Leihpferd Merino van de Achterhoek, die in 32,26 Sekunden die Bestzeit lieferte und ihrem Team damit Gold sicherte. Für Europa ging die Britin Claudia Moore auf Largo van de Molenhoek ins „Rennen“. Auch sie blieb fehlerfrei, war mit 32,59 Sekunden aber einen Hauch langsamer unterwegs. Für Afrika traten Jad Guerraoui aus Marokko und Lady Angeles an – ebenfalls null, mit gut 33 Sekunden aber ein bisschen langsamer. Das bedeutete Bronze für Afrika.

Alle Beteiligten waren überglücklich über ihr Aachen-Erlebnis. „Wir kamen hierher und kannten uns nicht“, sagte Haya Osama El Borai aus Jordanien. „Aber nun sind wir ein Team geworden.“ Und wie es sich für eine große Familie gehört, wurde anschließend gemeinsam gefeiert – mit einem Bad im Aachener Wasser. Nass waren ja schließlich ohnehin alle schon vom Regen …

Die Entscheidung in der Einzelwertung fällt am Samstag.

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