Schleifen, Schals und Pudelmützen
CSI Neustadt-Dosse
Neustadt-Dosse – Internationaler Pferdesport in der Graf von Lindenau-Halle im Januar, das ist bei der 24. Auflage mit Schnee, Wintersonne und Minusgraden draußen verbunden und den Pferden macht das tatsächlich nichts aus, dank warmer Decken. No Limits, der elf Jahre alte Fuchswallach von Felix Wassenberg aus Greiz in Thüringen ist ein putzmunteres Beispiel dafür. Zielstrebig und schnörkellos sprang der tschechische Warmblutwallach in 52,08 Sekunden durch das Eröffnungsspringen und bescherte seinem Reiter damit den Sieg.
Tatsächlich haben Pferde dank ihrer Thermoregulation weniger Anpassungsprobleme an hohe oder tiefe Temperaturen als Menschen.. Weil die Leistungssportler auf vier Beinen allerdings geschoren sind, kommen dicke Winterdecken zum Einsatz. Zudem werden die Stallzelte beheizt. Dabei geht es auch darum, das Einfrieren von Wasser zu verhindern. Schals, Handschuhe und Pudelmützen gehören für Reiter und Pflegerinnen ganz selbstverständlich zur Garderobe, zumindest bis zum Halleneingang.
Klassische Prüfungen zum Auftakt
Mit dem Eröffnungsspringen am Donnerstag hat auch das CSI2* in der Graf von Lindenau-Halle begonnen. 52 Paare traten im Preis von Manfred Heinze an, der 35 Jahre junge Sieger Felix Wassenberg hatte wie einige andere Kollegen gleich zwei Pferde dabei. Der zweitplatzierte Jan Meves aus Mehlbek blieb mit Diamant de Celeberity Z fehlerfrei und ebenfalls mit dem neun Jahre alten Cantano – damit landete der Profi aus Schleswig-Holstein mit beiden Pferden unter den Top-Ten. Der zweimalige Derbysieger Marvin Jüngel aus Kamenz und Kandido reihten sich auf Platz fünf ein, direkt hinter dem Niedersachsen Lennart Hauschildt aus Sittensen mit Cornochino. Insgesamt 23 Paare blieben fehlerfrei. Unfreiwillig trennten sich die Wege von zwei Reitern und ihren Pferden: Max-Hilmar Borchert (Menz) und Hilmar Meyer (Morsum) landeten überrasachend auf dem Boden, beide Reiter blieben unverletzt.
Begonnen hatte der zweite Turniertag mit einem doppelten Triumph von Hannah Pfitzmann aus Löwenberger Land in der Graf von Lindenau-Halle. Die 19 Jahre junge Reiterin gewann mit El Chat Noir P die Silver-Tour (1,25 m) der Amateure und gleich danach auch die Gold-Tour (1,40m) mit dem DSP-Hengst Karl von Linde P. Der 13 Jahre alte Karl stammt übrigens aus der Zucht und dem Besitz der Familie Pfitzmann. Das Sportjahr 2026 hat für die Reiterin bereits perfekt begonnen, denn aus insgesamt vier Starts kamen auch vier erste Plätze für die Schülerin.

Prime Time für Hengste
Am Freitag steht in der Graf von Lindenau das Freilaufen und das 2. Freispringen der Körkandidaten auf dem Programm, danach fällt die Entscheidung, welche Hengste gekört werden. Ab 15 Uhr steht Sport pur auf dem Programm und den Beginn machen die sechs Jahre jungen Pferde in der internationalen Youngster-Tour.


