Von Jahres-Rückblicken und Weihnachtswünschen

Der fliegende Holländer Jur Vrieling gewinnt vor dem eiligen Philipp Weishaupt

Parcourschef Phil Schmauder hat mit seinem Team den letzten Großen Preis des Jahres 2022 in die weihnachtlich geschmückte Veranstaltungshalle von Riesenbeck International gestellt – und der hatte es in sich. 52 Paare waren angetreten, acht davon konnten sich durch einen fehlerfreien Ritt für das Stechen qualifizieren. Gradlinig, schnörkellos und doch schwer war schon der Umlauf, im Stechen ging es dann darum, die vielen angebotenen Wendungen und einen Schlussspurt über einen Steilsprung ins Ziel zu meistern. Und diesmal war es der Stalljockey von Beerbaum Stables, Philipp Weishaupt, der es offenbar sehr eilig auf seinem erst zehnjährigen Wallach Zineday (0/36.68) hatte, zu seiner hochschwangeren Frau Domenika in die keinen Kilometer entfernte warme Stube zu kommen. Dem Riesenbecker wurde allerdings vom Schlussreiter Jur Vrieling die goldene Schleife noch weggeschnappt. Der Niederländer gewann auf der Schimmelstute Griffin Van De Heffinck (0/36.25) vor Weishaupt und dem Ungarn Balázs Krucsó auf Caja (0/36.76).

Richtig Stimmung machten die vielen Besucher am Vortag bei der erstmals in der Halle ausgetragenen Sparkassen Team Challenge. Acht Mannschaften bildeten Vierer-Teams, die in den Klassen A,L,M und S starteten. Erst mit den Schlussreitern entschied sich die Prüfung. Es gewann das Sparkassen Team hauchdünn vor dem Kreisreiterverband Coesfeld und dem Team Kreis Steinfurt.

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Ein Jahr mit vielen Turnieren geht in Riesenbeck zu Ende. Zeit, sich zu erinnern und auch, die Wünsche für 2023 zu formulieren.

Johannes Ehning, gern gesehenen Gast in Riesenbeck kam mit Frau Kaya, Töchterchen Grace und einem neuen Familienmitglied zum Weihnachtsturnier. Johannes Ehning ist dankbar: „Ich bin sehr zufrieden mit dem ausklingenden Jahr. Kaya und ich haben geheiratet, vor zweieinhalb Wochen ist unser Leon geboren. Wir sind glücklich. Für unseren Stall lief es auch gut. Für 2023 wünsche ich mir, dass Kaya sportlich wieder durchstarten kann und wir alle gesund bleiben.“

Auch Sophie Hinners (zweitplatziert im Finale der Kleinen Tour), die von allen Kollegen für ihr freundliches Wesen, ihre Natürlichkeit und Intelligenz gelobt wird und zweifellos als das Toptalent des deutschen Springsports gilt, denkt gerne an das sich zu Ende neigende Jahr zurück: „Ich hatte ein sehr, sehr gutes Jahr mit vielen schönen gemeinsamen Momenten mit meinen Pferden. Ich konnte die größten Erfolge meiner bisherigen Karriere feiern.“ Sie ist seit anderthalb Jahren im Team von David Will und ihrem Lebensgefährten Richard Vogel. „Ich bin sehr stolz darauf, mit den beiden zusammenarbeiten zu dürfen.“ Für Weihnachten hat sie eigentlich nur einen Wunsch: „In Zeiten wie diesen steht Gesundheit an allererster Stelle. Ich wünsche mir, dass unsere Familien gesund bleiben. Wir haben das Jahr über nicht viel Zeit für einander, daher ist es uns ganz wichtig, an Weihnachten zusammen zu sein. Da ich aus dem Norden komme und Richie (Richard Vogel) aus dem Süden, fahren wir zuerst gemeinsam zu meiner Familie und danach in den Süden.“

Hausherr Ludger Beerbaum sieht das Jahr 2022 mit gemischten Gefühlen. „Für mich hat das Jahr natürlich mit einem negativen Erlebnis angefangen. Der RTL-Bericht und die darin vorgebrachten Anschuldigungen waren heftig. Gottseidank konnte ich sechs Wochen später in Doha mit Mila ihren ersten Fünf-Sterne-Sieg feiern, dann weitere sechs Wochen später in Mexiko den zweiten Großen Preis beim 5*-Turnier. Das war schon Balsam auf meine Seele zu der Zeit. Insgesamt hatten wir im Stall ein erfolgreiches Jahr, auch mit den Berlin Eagles lief es sehr gut.“ Für Weihnachten hat Ludger Beerbaum zwei Wünsche: „In Ruhe mit der Familie feiern und gesund bleiben.“

Nach der Show ist vor der Show. Im kommenden Jahr versammeln sich die besten Reiter der Welt auf der Anlage Riesenbeck International. Von 21. bis 23. Juli 2023 treffen sich die Springreiter der Welt zur zehnten von 16 Etappen der Longines Global Champions Tour mit ihren Weltklassepferden an der Surenburg. Es geht bei der einzigen deutschen Etappe um ein immens hohes Preisgeld und die begehrte Qualifikation zum abschließenden Super Cup Grand Prix in Prag. Kurze Zeit später, von 5. bis 10. September, werden dann zeitgleich zwei Europameisterschaften an der Surenburg ausgetragen, die der Dressur- und die der Para-Reiter.

Turnierleiter und Geschäftsführer von Riesenbeck International Karsten Lütteken ist bereits mit seinem Team in der Vorbereitungsphase. Sein Wunsch für das Jahr 2023 ist damit klar. Voller Vorfreude auf die anstehenden Aufgaben sagt er: „Wir haben in den vergangenen sieben Jahren daran gearbeitet, im internationalen Sport eine Rolle mitspielen zu dürfen. Ich wünsche mir, dass wir diesen Stellenwert festigen und wieder gemeinsam mit den Aktiven und hoffentlich vielen Zuschauern tolle Veranstaltungen erleben.“

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