19. Mai 2024
Aktuelles

Will siegt im Championat von Hamburg

Hamburg – David Will musste lange ausharren. Zehn Paare lang, um genau zu sein. 18 Paare hatten sich mit fehlerfreien Runden ins Stechen im Championat von Hamburg gesprungen. Als achter Reiter im Stechen legte Will auf My Prins van Dorperheide eine fehlerfreie Runde in 49,06 Sekunden hin. Das war die Führung, aber dann musste er abwarten, was seine Kollegen machen. „Und ich wusste, dass es auch noch ein bisschen schneller gegangen wäre“, gesteht der 36-Jährige. „Wir haben hier und da ein bisschen Zeit liegen lassen. Umso glücklicher bin ich, dass es gereicht hat.“ Am Ende blieben nur drei Teilnehmer des großen Starterfeldes auch im Stechen ohne Fehler und Will siegte das erste Mal im Championat von Hamburg.

Dabei hatte schon der erste Reiter im Stechen Druck mit einer Nullrunde aufgebaut: der Belgier Karel Cox auf Viva la Vida Z. „Mein Pferd ist noch jung“, erklärte der Zweitplatzierte. „Ich habe versucht, so gut wie möglich zu reiten, ohne zu viel zu riskieren.“ Viva la Vida ist gerade neun Jahre jung, war schon vor vier Wochen im Großen Preis von Gorla Minore (ITA) platziert, aber dieser zweite Platz von Hamburg ist bisher der größte Erfolg für das Ausnahme-Nachwuchspferd. „Er hat eine große Galoppade, kann richtig springen und fühlte sich hier in Hamburg sehr gut an“, freut sich Cox. „Ich bin sehr froh, dass ich mit ihm hier bei diesem schönen Turnier in Hamburg an den Start gehen darf.“

Zufrieden blickte auch der drittplatzierte Harrie Smolders auf seine Kollegen, auch er hatte das Stechen auf seinem EM-Partner von 2023, Uricas v.d. Kattevennen, fehlerfrei absolviert – in 50,63 Sekunden. „Ich war wirklich erstaunt, dass wir nur drei Nullrunden im Stechen hatten“, stellte der zweifache Olympiateilnehmer aus den Niederlanden erstaunt fest. „Ich habe mit Uricas im Grunde ‚meine eigene Runde‘ geritten. Er war das letzte Mal Ende März in Ocala (Florida) am Start und war hier noch ein bisschen zu frisch, aber er ist sehr gut gesprungen und ich bin super zufrieden.“

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Alle drei Erstplatzierten werden ihre Erfolgspferde auch noch einmal am Samstag im Grand Prix of Hamburg satteln. „Morgen hat My Prins einen Tag frei, da kann er schön seine Batterien aufladen und dann kommt der Große Preis“, erklärt Sieger Will seinen Plan.

„Das war schon toller Sport, der geboten wurde“, ist Derbychef Volker Wulff begeistert. „Ich glaube, wir haben sehr sehr gute Bedingungen. Der Rasenboden ist fast 15 Zentimeter durchwurzelt, das ist ideal, das macht sich bemerkbar. Der Boden hat eine gewisse Elastizität, ist nicht zu fest und nicht rutschig. Und außerdem haben wir top Reiter mit top Pferden hier am Start.“ Mit 50 vorausgesagten Sonnenstunden an fünf Turniertagen freut sich Wulff auf „perfektes Wohlfühlwetter. Wir hatten heute so viele Menschen hier im Park. Es war wahnsinnig voll. Dazu der Sport und das Ambiente – das lädt ein. Deshalb ist bei uns die Zufriedenheitsskala schon nach den ersten beiden Tagen sehr weit oben.“

Preisspitze der Fohlenauktion: Nr. 2 Espartaco v. Ermitage Kalone-Colman. (Foto: Kurt-S. Becker)

Holsteiner Zukunftsträger
Bei der Fohlenauktion des Holsteiner Verbandes wurden dem Hamburger Publikum elf ausgewählte Fohlen präsentiert. Verkauft wurden die Youngster zu einem Durchschnittspreis von 13.045 Euro, den Höchstpreis erzielte ein Sohn v. Ermitage, Espartaco. Züchter von Espartaco ist Boie Behrens aus Volsemenhusen, zugeschlagen wurde der vielversprechende Fuchs bei 20.500 Euro.

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